Reisetage Norwegen
Von Magerøya über Kvænangen mit der Fähre nach Andøya
18. Juni 2025 – Abschied vom Nordkap und Fahrt nach Gildetun
Nach den erlebnisreichen Tagen rund um das Nordkap und unserer Vogelsafari zu den Gjesværstappan hieß es am 18. Juni Abschied nehmen. Vom Hotel Scandic Nordkapp machten wir uns auf den Weg nach Süden. Über die E69 und später die E6 führte uns unsere Route durch die weite Landschaft Nordnorwegens bis zu unserer nächsten Unterkunft in Gildetun.
Unterwegs boten sich uns immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf tief eingeschnittene Fjorde, schneebedeckte Berge und die karge Hochlandschaft. Auch an diesem Tag ließen wir uns Zeit, um die Landschaft zu genießen und nach Vögeln Ausschau zu halten.
Unterwegs durch die nordnorwegische Berglandschaft: Gleich zwei Warnschilder machen auf mögliche Begegnungen mit Elchen und Rentieren aufmerksam.
Unterwegs nach Gildetun: Immer wieder eröffnete sich uns ein herrlicher Blick auf die tief eingeschnittenen Fjorde Nordnorwegens. Zwischen den noch schneebedeckten Bergen und den tief hängenden Wolken zeigte sich die Landschaft von ihrer eindrucksvollen Seite.
Eine Sturmmöwe (Larus canus) hatte sich auf einer Raststätte entlang unserer Fahrt nach Gildetun einen ungewöhnlichen Ruheplatz ausgesucht: die Sitzbank einer Picknickgarnitur. Von dort aus beobachtete sie aufmerksam das Geschehen um sich herum.
Unsere Unterkunft Gildetun lag hoch oben auf einem Bergrücken. Über die schmale Zufahrtsstraße erreichten wir das abgelegene Hotel, von dem sich uns ein spektakulärer Panoramablick auf den Kvænangenfjord und die umliegende Bergwelt eröffnete.
Ein origineller Wegweiser aus einem alten Baumstamm bei Gildetun. Hoch über dem Kvænangenfjord zeigt er die Richtung zum Nordkap, nach Tromsø und zum nahe gelegenen Wasserfall. Im Hintergrund erstreckt sich der Fjord bis zu den schneebedeckten Bergen am Horizont.
Der 18. Juni war allerdings vor allem ein Reisetag. Größere ornithologische Überraschungen blieben aus, bis auf die Sturmmöwe auf der Sitzbank bei der Raststätte.
Am Nachmittag erreichten wir schließlich unsere Unterkunft Gildetun, die hoch oben auf einem Bergrücken lag. Von dort eröffnete sich uns ein spektakulärer Panoramablick über den Kvænangenfjord und die umliegende Bergwelt.
Nach der langen Fahrt genossen wir die Aussicht und unternahmen noch eine kurze Exkursion durch die umliegende Hochlandschaft. Dabei entdeckten wir neben Wiesenpiepern auch einen Polarbirkenzeisig. Anschließend ließen wir den Tag in aller Ruhe ausklingen
Panoramablick von Gildetun über den Kvænangenfjord. Zwischen den kargen Hochflächen erstreckt sich der Fjord bis zu den schneebedeckten Bergen am Horizont.
Wiesenpieper (Anthus pratensis) Meadow Pipit
Ein Wiesenpieper (Anthus pratensis) auf einem Felsen in der Nähe unserer Unterkunft Gildetun. In der offenen, steinigen Hochlandschaft begegneten uns diese unscheinbaren Singvögel immer wieder. Mit ihrem braun gestreiften Gefieder waren sie zwischen den Steinen und der niedrigen Vegetation hervorragend getarnt.
Polarbirkenzeisig (Acanthis hornemanni) Arctic Redpoll
Ein Polarbirkenzeisig (Acanthis hornemanni) hatte sich auf einem Felsen in der kargen Hochlandschaft niedergelassen. Mit seiner roten Stirn, der zartrosa Brust und dem hellen Gefieder setzte der kleine Vogel einen Farbtupfer in die nordnorwegische Landschaft.
19. Juni – Mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes
Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Gryllefjord. Unser Ziel war die Fähre nach Andenes auf der Insel Andøya. Allerdings wurde es mit der Zeit etwas knapp, und wir erreichten den Fähranleger buchstäblich in letzter Minute.
Vor dem Anleger wartete bereits eine lange Reihe von Wohnmobilen. Wir fuhren an ihnen vorbei und wurden tatsächlich noch als allerletztes Fahrzeug auf die Fähre gewunken. Für unseren Suzuki fand sich schließlich eine kleine Ecke auf dem Fahrzeugdeck, in die keines der großen Wohnmobile mehr hineingepasst hätte. Glück gehabt!
Als allerletztes Fahrzeug wurden wir auf die Fähre von Gryllefjord nach Andenes gewunken. Vor uns standen bereits die großen Wohnmobile dicht an dicht im Fahrzeugdeck. Für unseren kleinen Suzuki musste nun nur noch ein passendes Plätzchen gefunden werden.
Geschafft! Unser Suzuki hatte tatsächlich noch einen Platz an Bord gefunden – eingezwängt zwischen einem Wohnmobil und der Bordwand. In diese kleine Lücke hätte keines der wartenden Wohnmobile mehr hineingepasst. So konnten wir unsere Reise in Richtung Andenes doch noch wie geplant fortsetzen.
Die anschließende Überfahrt über das offene Meer war windig und ausgesprochen kalt. Trotzdem ließen wir uns einen Aufenthalt an Deck nicht nehmen. Immer wieder boten sich uns eindrucksvolle Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlandschaft und die steil aufragenden Berge Nordnorwegens.
Auch ornithologisch wurde es noch einmal interessant. Über dem aufgewühlten Meer entdeckten wir Basstölpel, die mit weit ausgebreiteten Flügeln über die Wellen glitten.
An Deck der Fähre von Gryllefjord nach Andenes bot sich uns ein eindrucksvoller Blick auf die zerklüftete Küstenlandschaft Nordnorwegens. Trotz des kalten Windes genossen wir die Aussicht auf die steil aufragenden Berge und die weite See, während wir unserem nächsten Reiseziel auf den Vesterålen entgegenfuhren.
Basstölpel (Morus bassanus) Northern Gannet
Nach der Überfahrt erreichten wir schließlich den Hafen von Andenes auf der Insel Andøya, die zu den Vesterålen gehört. Von dort fuhren wir weiter in das nur wenige Kilometer entfernte Bleik, wo wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz machten.
Allerdings zeigte sich schnell, dass wir nicht die Einzigen waren, die in dieser landschaftlich eindrucksvollen Gegend übernachten wollten. Die Campingplätze waren weitgehend belegt und nahmen teilweise keine weiteren Wohnmobile mehr auf. Für Zelte wäre zwar noch Platz gewesen, doch bei dem starken Wind und den niedrigen Temperaturen erschien uns eine Nacht im Zelt wenig verlockend.
So entschieden wir uns schließlich für ein Zimmer auf einem Campingplatz. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, waren wir erst einmal froh, wieder ein warmes Dach über dem Kopf zu haben.
Damit hatten wir unser nächstes Reiseziel erreicht. Nun waren wir gespannt, was uns die nächsten Tage auf Andøya bringen würden.
Nach der windigen und kalten Überfahrt von Gryllefjord erreichten wir den Hafen von Andenes auf der Insel Andøya. Vom Deck der Fähre blickten wir auf die Fischerboote, die Hafenanlagen und die markante Bergkulisse im Hintergrund.
Von Andenes aus sollte unsere Reise weiter nach Bleik führen. Dort wollten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz machen, um die kommenden Tage auf Andøya zu verbringen.
Angekommen in Bleik auf der Insel Andøya. Nach unserer Suche nach einem Campingplatz fanden wir schließlich eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe des herrlichen Sandstrandes. Die gemütlichen Holzhäuser, der feine weiße Sand und die eindrucksvolle Bergkulisse bildeten einen schönen Abschluss unseres erlebnisreichen Reisetages.