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Moorschneehuhn und Raubmöwen - Nordskandinavien

Skandinavien 2025
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19.Mai bis 27.Juni
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Reisetage Norwegen
Schmarotzerraubmöwe – ein kräftiger Vogel, der anderen ihre Beute abjagt und daher der englische Name Parasitic jaeger.
Moorschneehuhn und Raubmöwen
REISEBERICHT
06. Juni 2025  Unsere Fahrt nach Hamnigberg - Begegnungen mit Raubmöwen und Moorschneehuhn

An diesem Tag wollten wir unseren Radius erweitern und in das Dörfchen Hamningberg fahren. Wie schon 2015. Diesmal bei besserem Wetter. Es sollte der Tag der Raubmöwen und Moorschneehühner werden.
Vardø-Hamningberg
Diese Raubmöwe blockierte die Straße. Hinter dem Auto war eine zweite.
Der kleine weiße Punkt auf der Fahrbahn ist eine Raubmöwe. Die helle Morphe der Schmarotzerraubmöwe. Im Rückspiegel wäre eine weitere Schmarotzerraubmöwe, die dunkle Variante zu sehen gewesen. Sie hatte sich hinter dem Auto positioniert. Welches planvolle Verhalten dahinter stand, wissen wir nicht.
Auch dieses Paar Küstenseeschwalben gehörte zu den ersten Tagesbeobachtungen
Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea) Arctic tern
Am Strand, zwischen Vestre Jakobselv und Vadsø.
Schmarotzerraubmöwe (Stercorarius parasiticus) Parasitic jaeger
Schon gleich am Morgen hatten wir unseren ersten Fotostopp wegen einer Schmarotzerraubmöwe. Dieser kräftige fast entengroße Vogel kommt in einer hellen und einer dunklen Farbvariante vor. Sie sind geschickt, anderen Vögeln ihre Beute abzujagen, dabei gehen sie oft paarweise und planvoll vor.  
Hier ankert die Fischereiflotte und Havila Kystrouten und Hurtigrouten haben den Hafen im Fahrplan
Vadsø mit seiner Fischereiflotte ist auch Anlaufpunkt für die Havila Küstenlinie und natürlich Hurtigrouten. Im Winter lassen sich hier öfter Scheckenten beobachten.
Bucht mit Blick auf den Luftschiffmast
Im Gegenlicht, aber an der Silhouette erkennbar: Pfuhlschnepfen stochern bei Ebbe im Schlick – im Hintergrund der Luftschiffmast von Vadsøya.
Der lange Schnabel hilft ihr, Nahrhaftes im Schlick zu ertasten und dann aufzunehmen.
Pfuhlschnepfe (Limosa lapponica) Bar-tailed godwit
Dunkle Flügeldecken und fleischfarbene Beine sind Erkennungszeichen dieser Großmöwe.
Mantelmöwe (Larus marinus) Great black-backed gull
Auf kleinem Schmelzwassertümpel an der E75 bei Kiberg
Eisente (Clangula hyemalis) Long-tailed duck
Eisenten lassen sich im Winter bei uns vor Zingst beobachten. Z.B. an der Seebrücke.
Der Tunnel verläuft 3km unter dem Meer in 88 m Tiefe.
Was etwas anmutet wie ein Abflußrohr, ist der Tunneleingang des Unterseetunnels zur Insel Vardo. 1983 als erster Unterwassertunnel Norwegens eröffnet. Knapp 3 Kilometer lang verläuft er 88 Meter unter dem Meeresspiegel.
Seenotrettung ist hier wesentlich
Der Ponton mit dem Rettungskreuzer und einigen Fischerbooten.
Lost place mit eigenem  Charme
Rauer Charme und scheinbarer Stillstand.
Der Stein als Sing- und Sitzwarte
Rotdrossel (Turdus iliacus) Redwing
Ihr Ruf klingt wie ihr Name. Sie ist in der Region sehr präsent.
Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla) Black-legged kittiwake
Diese Gruppe zog die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer auf sich.
Domestiziertes  Rentier (Rangifer tarandus f. domestica) Reindeer
Auf der Fahrt nach Hamningberg kam dann sogar die Sonne heraus. Auf der schmalen Straße wurde es eng. Die vierbeinigen Fotomodelle auf der Wiese zogen die fotografische Aufmerksamkeit etlicher Autofahrer auf sich.
Wir konnten ohne Jacken in der Sonne stehen.
Vor dem Polarmeer
Sie sind durch ihren struppigen Schopf mit Punkfrisur vom Gänsesäger zu unterscheiden.
Mittelsäger (Mergus serrator) Red-breasted merganser
Unweit von Hamningberg durchquert die Straße eine markante Felsenlandschaft.
Erinnerte uns an drei Desperados in Westernfilmen, die lässig und kaugummikauend die Straße blockieren.
Bunte Häuser, Hamningberg wird im Sommer bewohnt und ist Zielpunkt der Landschaftsroute Varanger.
Nach vielen Kurven, phantastischen Felsendurchfahrten kamen wir in Hamningberg an. Es war wohl einer der ersten Frühlingstage hier. Wochenendhäuser öffneten ihre Fensterläden, Stühle und Tische wurden nach draußen gestellt.
Auf der Stromleitung in Hamningberg sitzend.
Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)  Wheatear
Im Meer vor Hamningberg.
Gryllteist (Cepphus grylle)  Black guillemot
Erkennbar an den geperlten Flügeldecken
Bruchwasserläufer (Tringa glareola)  Wood sandpiper
Er hatte sich auf dem Mast einen besonderen Platz gesucht.
Temminckstrandläufer (Calidris temminckii)  Temminck's stint
Auf einem der kleinen Seen nahe Vardø wohnte dieses Paar.
Sterntaucher (Gavia stellata)  Red-throated loon
Auch auf der Rücktour gab es noch einige Entdeckungen und Fotostopps, wie der Temminckstrandläufer auf seinem Ausguck. Die Sterntaucher auf einem See fielen uns auf bei einem Stopp am Aussichtspunkt nahe Vardø.
Modern gestaltet – die überdachte Aussichtsplattform mit Blick in die Tundralandschaft mit ihren Seen
Modern gestaltet – die überdachte Aussichtsplattform mit Blick in die Tundralandschaft mit ihren Seen.
An dem zweiten der kleinen Seen entdeckten wir diese Spießente
Spießente (Anas acuta)  Pintail
Der Singschwan verließ fluchtartig den See wegen einer Sterntaucherattacke.
Singschwan (Cygnus cygnus)  Whooper swan
In der Tundravegetation mit Schneeresten war das Tier farblich gut angepasst.
Moorschneehuhn (Lagopus lagopus)  Willow ptarmigan
Beim genauen Hinschauen entdeckten wir eine Spießente am Ufer des Sees, Auch auf dem See selbst tat sich einiges. Die Sterntaucher waren mittlerweile abgetaucht und ärgerten den Singschwan von unten. Wahrscheinlich durch Zwicken oder Pieksen, er sollte aus „ihrem“ See verschwinden. Wir suchten dann die Landschaft weiter mit dem Fernglas ab und entdeckten: Ein Moorschneehuhn. Zufrieden und spät, müde und hungrig, zugleich überdreht vom dauerhaften Tageslicht machten wir uns auf die Rückfahrt ins Quartier. Hier ergab sich der anfangs erwähnte Zwischenhalt durch die Raubmöwe auf der Straße. Hier nochmal in Nahaufnahme. Nach gut 5 Minuten gab sie die Straße frei.
Ob sie unserem Auto etwas abjagen wollte. Hinter uns postierte sich noch ein zweiter Vogel. Sichtbar im Rückspiegel
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