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Korouma-Schlucht - Nordskandinavien

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Reisetage Finnland
Wolken, Wind und Unglückshäher
REISEBERICHT
31.Mai 2025 Unsere Wanderung in der Korouma-Schlucht
Posio: Die Korouma-Schlucht
Den nächsten Morgen hingen die Wolken über dem See ab und entließen Regenschauer, gepaart mit Windböen. Trotzdem hatten wir uns vorgenommen, noch diesen Tag in der Region zu bleiben und die Korouma-Schlucht zu durchwandern. Dieses besondere Geotop ist eine der tiefsten Senkungen in Europa, mit Felswänden, die teilweise hundert Meter steil emporragen  und Wasserfällen, die im Frühling überall ins Tal stürzen. Jetzt war Frühling. Im sehr warmen und trockenen Frühsommer 2018 waren die Wasserfälle teilweise schon trockengefallen und unsere Wanderung war von gewittriger Luft begleitet.
Wir wollten die Schlucht nun nochmals unter unterschiedlichen Vorzeichen besuchen. Nach dem Frühstück im Aufenthaltsraum starteten wir.
Wir passierten die verschiedenen Baustellen auf dem Campingplatzgelände, wo Ferienhäuser im hochpreisigen Segment entstanden waren. Auch das eine andere Situation als Mitte Juni 2018.
 
Dann hoppelte unser Auto über die Brücke, die im Zuge von Bauarbeiten zu ihrer Stabilisierung verschmälert und mit provisorischen Holzgeländern versehen worden war. Auf dem Sträßchen hoch zur Hauptroute war es wieder etwas naturbelassener. An einer Birke  entdeckten wir ein Spechtweibchen und nahmen uns Zeit zum Beobachten.
Buntspecht (Dendrocopos major) Great spotted woodpecker
Der Weg ist eben das Ziel. Auch wenn es zur Koroumaschlucht gehen sollte, wo wir ja vielleicht sogar den Siberian Jay/Unglückshäher/Kukkeli  wieder treffen würden.
Dieser muntere Vogel hatte uns schon auf  vergangenen Finnlandtouren auf Trab und im Atem gehalten, bei Nichterscheinen quasi als Unglückshäher, bei überraschenden und vom Vogel selbst herbeigeführten Begegnungen als Kukkeli.
Die Fahrt zum Ausgangspunkt der Wanderung durch die Koroumaschlucht legten wir unter weiterhin regenschweren Wolken zurück, die sich immer wieder schauerartig entleerten. Trotzdem widmeten wir den Goldregenpfeifern auf einer Wiese einen Zwischenstopp. Erstaunlicherweise konnten wir dann die Tour trockenen Fußes starten. Unser Ziel war das Campfire, wo uns 2018 ein Siberian Jay begegnet war. Denn Grillplätze und was vielleicht dort zu holen ist,  sind für die findigen Jays attraktiv.
Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) European golden plover
Zahlreiche Bäche stürzen sich hinunter in die Schlucht. Früher dienten die Bäche auch dem Transport von Baumstämmen. Übrigens waren die Wasserfälle im Gebiet diesmal nicht trockengefallen, sondern sogar noch unter Eispanzern erstarrt. Der Frühling hatte Verspätung.
Unten am Campfire zog es wieder zu. Lutz entschied sich trotzdem, auf einem kleinen schmalen Weg, der teilweise fast ein Bachlauf war, weiterzugehen. Trotz Wolkenbruch. Und tatsächlich konnte er die Jays noch sehen. Sie spielten zwar Verstecken mit ihm und es gelang lediglich ein Belegfoto der Silhouette, aber Gesehen ist Gesehen.  Danach auf der Reise hatten wir das Glück nicht mehr. Nun, manche Chancen sind einfach einmalig. Auch wenn man sich dafür durchregnen lassen muss.
Ungläckshäher (Perisoreus infaustus) Siberian jay
Wechselblättriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
Die Rückfahrt  nach Himmerki gestaltete sich bei Sturm und Regen nochmal herausfordernd. Wir zogen uns dann bald in unser Zelt zurück. Die Aussicht, es am nächsten Tag unter diesen Bedingungen abbauen zu müssen, machte uns Gedanken. Aber fürs Erste waren wir im Zelt trocken und auch warm untergebracht.
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