Reisetage Norwegen
Die Fahrt über die Fjells
07. Juni 2025 Unsere Fahrt über das Hochland
Der erste Weg an diesem Morgen führte an die Rezeption im Hauptgebäude. Montag würde eine Studierendengruppe ankommen und wir mussten unsere Hütte räumen bzw.die Buchung ging nur bis zu dem Tag. Würde es eine Alternative für uns geben oder mussten wir selbst initiativ werden. Denn eines stand fest: Wir wollten in der Region bleiben, allerdings mit fester Unterkunft. Die Zusage dafür, so hatte es geheißen, war erst an diesem Wochenende möglich.
Alpenschneehuhn (Lagopus muta) Rock ptarmigan. Die Tiere ♂ links, anhand der roten Augenbrauen erkennbar und
♀ rechts im Bild , die Alpenschneehenne ist besonders optisch mit ihrer Umgebung „verschmolzen“, der Hahn wäre sicher im Schnee fast unauffällig.
Erdhütten im Freilichtmuseum Varangerbotn. Soviel sei schon verraten: Das war nicht unser Quartier für die Folgetage. Es hätte auch nicht ins Museumskonzept gepasst. Zwei Touris mit Gaskocher, die in bunten Schlafsäcken nächtigen.
Es ging ins Hochland. Lange verlief die Strecke Richtung
Austertana entlang von Felsen, Wir wollten noch so viel entdecken bzw. nochmals
unter neuen Vorzeichen erkunden. Der Plan für heute: Richtung Tana Bru, dann
hoch in die Fjells und nach Batsfjord.
Dann öffnete sich die Landschaft. Auch unsere Perspektive hatte sich geweitet mit der Zusage für eine kleinere Hütte auf dem Campingplatz nahe unserer bisherigen Unterkunft - für eine Woche. So ging dieser Tag nicht für Quartiersuche drauf sondern gehörte uns, dem Fjell und seinen Vögeln.
Temminckstrandläufer (Calidris temminckii) Temminck's stint
An einem Parkplatz in den Fjells war ein kleiner Tümpel. Über diesem Tümpel flog ein kleiner Vogel, mal fast stehend in der Luft und mal zur Seite fliegend. Er gab ein sanftes leises Trillern von sich:
Der Balzflug des Temminckstrandläufers.
Wiesenpieper (Anthus pratensis) Meadow pipit.
Auf dem Parkplatz flog der Wiesenpieper von Busch zu Busch.
Falkenraubmöwe (Stercorarius longicaudus) Long-tailed jaeger
Die Falkenraubmöwen verbringen das Jahr auf und an dem Nordatlantischen Ozean. Nur zur Brutzeit kehren sie zu ihren Brutgebieten zurück, um danach wieder auf dem Ozean zu verschwinden.
Das Problem ist, die Falkenraubmöwen sind sehr von den Lemmingen abhängig. Durch die Klimaerwärmung gibt es immer weniger Lemminge. ...
Wo es zu tauen begann, zogen die kleinen Oasen der Vegetation Kleinvögel an. Wir beobachteten einen Temminckstrandläufer bei der Balz, entdeckten den Wiesenpieper in einem Busch. Und endlich auch eine Falkenraubmöwe, die farblich gut an den Schnee angepasst war.
Worauf wir noch gehofft hatten, war die Spornammer. Die Fotogalerie zeigt ein Pärchen bei der Balz.
Spornammer (Calcarius lapponicus) Lapland longspur
Das Brutkleid beim Spornammermännchen: Kräftige Farben, rothrauner Nacken, schwarzer Kopf und ein weißes Z, das über dem Auge beginnt und an der Schulter ausläuft. Auch der Bauch ist weiß, die Flügeldecken schwarz-weiß.
Das Weibchen hat ebenfalls einen rotbraunen Nacken, einen braunen Wangenfleck und dunklen Scheitel, insgesamt ist ihr Gefieder in Pastelltönen gehalten mit sahnefarbenem Brust und Bauchgefieder. Die Flügeldecken sind hellbraun mit Konturierung im Farbton von gebrannter Siena.
Übrigens entstand die Fotoserie mit den Spornammern auf der Rückfahrt von Båtsfjord. Wir hielten auf der Rückfahrt an derselben Stelle an, wo wir die Alpenschneehühner am Mittag gesehen und dann auch die Spornammern entdeckt hatten. Wir blieben nochmals lange trotz beißendem Wind und sahen ihnen zu.
In Båtsfjord gönnten wir uns zur Feier des Tages ein Fischessen im Restaurant Brygge und schauten uns danach im Hafen um. Der Pier und das große moderne Servicegebäude erschienen uns neu, jedenfalls im Vergleich zu 2015. Båtsfjord ist Anlaufhafen für die Schiffe von Hurtigrouten und Havila und Heimathafen einer aktiven Fischereiflotte.
Dreizehenmöwe(Rissa tridactyla) Black-legged kittiwake
In diesem Restaurant gönnten wir uns ein Mittagessen.
Sterntaucher (Gavia stellata) Red-throated loon
Alpenschneehuhn (Lagopus muta) Rock ptarmigan
Alpenstrandläufer (Calidris alpina) Dunlin
Nebel zog auf und wehte in Fahnen über die Fahrbahn. Auch einzelne Schneeflocken wirbelten über die Straße. Wir machten uns auf den Rückweg.
Fortsetzung folgt!
Dieser Reisebericht befindet sich in der Entwicklung.
This travel report is currently under development.
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