Reisetage Finnland
Riisitunturin kansallispuisto
30.Mai 2025 Unsere Wanderung im Riisitunturin Nationalpark
Posio
Der Morgen nach unserer Ankunft brachte wärmende Sonne und auch die Einsicht, dass der vermutliche Zeckenbiss vom Vortag oder Vorvortag – entdeckt noch am Zeltplatz in Oulu – Probleme machte. Die typische Wanderröte, Entzündungsgefühle, allgemeine Schlappheit hatten über Nacht zugenommen. Da das Wochenende bevorstand, entschlossen wir uns, an der Rezeption nach einer Ambulanz in der Nähe zu fragen.
Wir fuhren also zum örtlichen Krankenhaus der
Wohlfahrtsregion Lappland. Auf Englisch konnten wir uns verständigen, sehr bald
nahm sich ein junger Arzt der Sache an und diese auch ernst. Es war, Tatsache, ein hinreichender Verdacht
auf Borreliose. Da Posio auch über eine gut sortierte Apotheke verfügte,
verließen wir diese mit dem verordneten Antibiotikum. Die erste Tablette nahm
Uta, die es betraf, mit einem zweiten Frühstück in einem Café, das wir von 2018
her noch kannten. Entspannung stellte sich ein, auch Erleichterung.
Der See am Campingplatz Himmerki verzauberte uns bei jedem Wetter mit verschiedenen Stimmungen.
In direkter Nachbarschaft zum Aufenthaltsraum hatte eine
Trauerschnäpperfamilie ihr Quartier. Ein weiterer besetzter Kasten hing unweit
von unserem Zelt.
Man kennt sich und ist aneinander gewöhnt. Rentiere gehören zum Ortsbild in Posio.
Den Nachmittag verbrachten wir für einige Stunden im Riisitunturi
Nationalpark. Mit Weitblick und dem ratschenden Ruf der Bergfinken.
Im Riisitunturin Nationalpark: Der Bergfink (Fringilla montifringilla) Brambling
Markante
Farbe und weit hörbar, Der ratschende Bergfink ist Charaktervogel der
lappländischen Taiga.
Rotdrossel (Turdus iliacus) Redwing
Singschwan (Cygnus cygnus) Whooper swan
Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) Common sandpiper
Der Abend klang mit Blick auf den See und den Eindrücken aus dem Riisitunturi Nationalpark entspannt aus. Es wurde sogar nochmal kurzzeitig mild und sonnig. Dieser Tag hatte zwar anders begonnen, als vorgestellt. Aber unsere selbstorganisierte Reise gab uns die Freiheit, auch auf Unwägbarkeiten flexibel zu reagieren. Davon erwartete uns an diesem Zeltplatz und dann noch in Folge auf der nächsten Etappe einiges –was Wetter und Gesundheit anging.