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Wanderung ums Naturreservat Bottvatnet - Nordskandinavien

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REISEBERICHT
24. Mai 2025 Unsere Wanderung ums Naturreservat Bottvatnet
Kvarken Archipel
Wir konnten uns am nächsten Tag über die zahlreichen Rotdrosseln und Wacholderdrosseln freuen. Letztere dominierten den Zeltplatz vor allem auch akustisch. Verstummt hingegen waren das Trommeln des Regens und das Geräusch von Regentropfen, die auf dem Außenzelt aufprallten und zerplatzten. Ja. Tatsächlich. Es regnete nicht mehr. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, das Kvarken Archipel zu erkunden. Es ging Richtung Swedehamn. Dort wollten wir die eiszeitgeprägte Landschaft auf einer Rundwanderung kennenlernen und hofften auf eine vielfältige Vogelwelt. Von den Meldungslisten der dortigen Hotspots bei eBird her schien das Gebiet jedenfalls vielversprechend.


Rotdrosseldrossel (Turdus iliacus) Redwing
Wacholderdrossel (Turdus pilaris)  Fieldfare
Wir parkten in Swedehamn und wanderten los. Überall war Aktivität am Start. Während auch an den bunten Bootshäusern gearbeitet wurde, waren nebenan die Haubentaucher beschäftigt, ihre Nester für die neue Saison herzurichten und mit neuen Halmen zu verstärken. Die benachbarten Singschwäne saßen bereits auf ihren Nestern, vielleicht auch schon auf den Eiern und zupften beiläufig herum und an einzelnen Details an ihrem Nest.
Von weit her trompeteten Kraniche im Duett.
Wir folgten den Wegweisern ins Naturschutzgebiet und wurden dann auch von den Kranichen im Überflug quasi begrüßt. Sie überflogen eine Wasserfläche mit zahlreichen Felsen und kleinen Inselchen.
Wir folgten den Wegweisern ins Naturschutzgebiet und wurden dann auch von den Kranichen im Überflug quasi begrüßt. Sie überflogen eine Wasserfläche mit zahlreichen Felsen und kleinen Inselchen. Hier flogen und fischten Zwergmöwen. Die zu sehen, hatten wir gehofft. Denn diese Bedingungen sind für die kleinste Möwenart ideal. Sie waren flink und ihr Flug seeschwalbenähnlich. Die dunklen Unterflügel sind übrigens, neben der Größe, ein deutliches Erkennungsmerkmal.
Singschwan (Cygnus cygnus) Whooper swan
Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea)  Arctic tern
Haubentaucher (Podiceps cristatus) Great crested grebe
Zwergmöwe (Hydrocoloeus minutus) Little gull
Krickente (Anas crecca) Eurasian teal
Gänsesäger (Mergus merganser) Common merganser
Auf größeren Felsen im Wasser kletterten und pickten Temminckstrandläufer. Diese Spezies sollte uns dann auf unserer weiteren Reise in klimatisch weitaus herausfordernder Umgebung begegnen. Die Vertiefungen der Granitfelsen bargen für diese Vögel nahrhafte Kleinstlebewesen.
Bruchwasserläufer (Tringa glareola) Wood sandpiper
Temminkstrandläufer (Calidris temminckii) Temminck's stint
Unser Weg schlängelte sich durch Birkenwäldchen, teils über steinige Passagen, teils auf Holzstegen. Zum Abschluss gönnten wir uns noch den Weitblick vom Aussichtsturm Saltkaret ( „Salzstreuer“ wegen seiner prägnanten Form ) auf die Wasserflächen mit den berühmten De Geer Moränen. Die oft nur 5 Meter hohen, aber bis zu 100 Meter langen Moränen reben der Landschaft eine ganz eigene Struktur. Erstmals beschrieben wurden diese einzigartigen Moränen von dem Geologen Carl de Geer.
Auf dem kleinen Wegabschnitt zum Auto freuten wir uns, von weitem noch das Revierpaar der Kraniche sehen zu können. Sie fühlten sich offenkundig in ihrem Privatleben ungestört und verhielten sich ungezwungen.
Kranich (Grus grus) crane
Am Campingplatz waren die Singschwäne unsere Nachbarn und gaben dem Abend einen akustischen Background von Wildheiit, Lebensfreude und Aufbruchsstimmung. Wir planten beim Abendessen auch schon die folgende Route, die uns weiter ins Naturschutzreservat Liminka im Norden des Bottnischen Meerbusens führen sollte
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