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Wanderung ums Naturreservat Bottvatnet - Nordskandinavien

Skandinavien 2025
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19.Mai bis 27.Juni
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Reisetage Finnland
Die Haubentaucher sind dabei, mit Halmen ihre schwimmenden Nester zu verstärken.
Vaasa- Wanderung-ums Bodvattnet
REISEBERICHT
24. Mai 2025 Unsere Wanderung ums Naturreservat Bottvatnet
Kvarken Archipel
Wir konnten uns am nächsten Tag über die zahlreichen Rotdrosseln und Wacholderdrosseln freuen. Letztere dominierten den Zeltplatz vor allem auch akustisch. Verstummt hingegen waren das Trommeln des Regens und das Geräusch von Regentropfen, die auf dem Außenzelt aufprallten und zerplatzten. Ja. Tatsächlich. Es regnete nicht mehr. Nach dem Frühstück machten wir uns auf, das Kvarken Archipel zu erkunden. Es ging Richtung Swedehamn. Dort wollten wir die eiszeitgeprägte Landschaft auf einer Rundwanderung kennenlernen und hofften auf eine vielfältige Vogelwelt. Von den Meldungslisten der dortigen Hotspots bei eBird her schien das Gebiet jedenfalls vielversprechend.


Rotdrosseln sind zierlicher als Wacholderdrosseln, singen melodischer und sind an den namengebenden roten Flanken und am Überaugenstreif erkennbar.
Rotdrossel (Turdus iliacus) Redwing
Überall auf dem Campinggelände suchten Wacholderdrosseln nach Würmern.
Wacholderdrossel (Turdus pilaris)  Fieldfare
Wir parkten in Swedehamn und wanderten los. Überall war Aktivität am Start. Während auch an den bunten Bootshäusern gearbeitet wurde, waren nebenan die Haubentaucher beschäftigt, ihre Nester für die neue Saison herzurichten und mit neuen Halmen zu verstärken. Die benachbarten Singschwäne saßen bereits auf ihren Nestern, vielleicht auch schon auf den Eiern und zupften beiläufig herum und an einzelnen Details an ihrem Nest.
Von weit her trompeteten Kraniche im Duett.
Das Kvarken Archipel liegt nordwestlich von Vaasa und ist geografisch /kulturell/geschichtlich mit Schweden verbunden.
Auf der Karte ist die eiszeitliche Prägung durch die langgestreckten De Geer Moränen erkennbar
Wir folgten den Wegweisern ins Naturschutzgebiet und wurden dann auch von den Kranichen im Überflug quasi begrüßt. Sie überflogen eine Wasserfläche mit zahlreichen Felsen und kleinen Inselchen.
Wir folgten den Wegweisern ins Naturschutzgebiet und wurden dann auch von den Kranichen im Überflug quasi begrüßt. Sie überflogen eine Wasserfläche mit zahlreichen Felsen und kleinen Inselchen. Hier flogen und fischten Zwergmöwen. Die zu sehen, hatten wir gehofft. Denn diese Bedingungen sind für die kleinste Möwenart ideal. Sie waren flink und ihr Flug seeschwalbenähnlich. Die dunklen Unterflügel sind übrigens, neben der Größe, ein deutliches Erkennungsmerkmal.
Nebenan saß ein Singschwan auf seinem Nest und zupfte ordnend an den Halmen
Singschwan (Cygnus cygnus) Whooper swan
In Swedehamn brüteten auch Küstenseeschwalben.
Küstenseeschwalbe (Sterna paradisaea)  Arctic tern
Haubentaucher im Brutkleid. Das Nest auf Binsen hat er zusätzlich mit Moos gepolstert
Haubentaucher (Podiceps cristatus) Great crested grebe
Zwergmöwen haben dunkle Flügelunterseiten mit einem dünnen weißen Rand.
Zwergmöwe (Hydrocoloeus minutus) Little gull
Gänsesäger wie auch ihre Verwandten, die Mittel- und Zwergsäger besitzen einen Schnabel mit nach unten gebogener Spitze und einem sägeblattähnlichen Rand. So kann ihre Beute, v.a. Fische nicht so leicht entkommen.
Der rostrote Kopf mit der grün eingerahmten Augenpartie und das goldene Hinterteil geben dem Krickerpel ein markantes Aussehen.
Krickente (Anas crecca) Eurasian teal
Gänsesäger (Mergus merganser) Common merganser
Auf größeren Felsen im Wasser kletterten und pickten Temminckstrandläufer. Diese Spezies sollte uns dann auf unserer weiteren Reise in klimatisch weitaus herausfordernder Umgebung begegnen. Die Vertiefungen der Granitfelsen bargen für diese Vögel nahrhafte Kleinstlebewesen.
Temminckstrandläufer suchten in den Vertiefungen der Felsen nach Mikroorganismen
Der Bruchwasserläufer hat eine helle Unterseite und auf den Flügeldecken ein geperltes Muster.
Bruchwasserläufer (Tringa glareola) Wood sandpiper
Temminkstrandläufer (Calidris temminckii) Temminck's stint
Die Landschaft bei Swedehamn ist durch lichte Birken und Erlenwälder und die wachbrettähnliche Felsstruktur der Moräneninseln geprägt.
Der Aussichtsturm Saltkaret erinnert an einen überdimensionierten Salzstreuer. Er ist 20 m hoch und die untere Ebene ist für Kinderwägen und Rollstühle befahrbar.
Unser Weg schlängelte sich durch Birkenwäldchen, teils über steinige Passagen, teils auf Holzstegen. Zum Abschluss gönnten wir uns noch den Weitblick vom Aussichtsturm Saltkaret ( „Salzstreuer“ wegen seiner prägnanten Form ) auf die Wasserflächen mit den berühmten De Geer Moränen. Die oft nur 5 Meter hohen, aber bis zu 100 Meter langen Moränen reben der Landschaft eine ganz eigene Struktur. Erstmals beschrieben wurden diese einzigartigen Moränen von dem Geologen Carl de Geer.
De Geer Moränen sind längliche Inselchen, Von oben betrachtet, erinnert die Landschaftsstruktur an ein geriffeltes Waschbrett
Mehrere Holztreppen führen vom unteren Stockwerk des Saltkaret auf die Plattform in 20 Meter Höhe.
Auf dem kleinen Wegabschnitt zum Auto freuten wir uns, von weitem noch das Revierpaar der Kraniche sehen zu können. Sie fühlten sich offenkundig in ihrem Privatleben ungestört und verhielten sich ungezwungen.
Ein Kranichpaar auf einer Lichtung im Naturreservat.
Kranich (Grus grus) crane
Am Campingplatz waren die Singschwäne unsere Nachbarn und gaben dem Abend einen akustischen Background von Wildheiit, Lebensfreude und Aufbruchsstimmung. Wir planten beim Abendessen auch schon die folgende Route, die uns weiter ins Naturschutzreservat Liminka im Norden des Bottnischen Meerbusens führen sollte
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