Die nächsten Lagerplätze

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Die nächsten Lagerplätze

dieser Tage könnten verschiedener nicht sein… auf einer Flußinsel, zu der unser Konvoi auf einem komplizierten und ausgeklügelten Slalom gelangt, bei dem unsere Fahrzeuge sich in extreme Schräglage legen müssen. In einem Felsental, in dem wir uns in einen Karl May – Roman empfinden, weil ein Mönchsgeier aus seinem Nest auf uns herabblickt, nennen wir es Tal der Geier.

Am Morgen lockt uns das rosenfarbige Licht schon früh aus den Zelten. Ob wir, wie am Vortag, Steinböcke beobachten werden? An diesem Morgen begrüßen unsNonnensteinschmätzer. Allmählich gießt die Morgensonne Licht über die Bergflanken. Die Felsen leuchten rosaorange, allmählich weicht die kalte Nacht mit ihrem Fahlgrau. Die nächsten Tage bringen nochmals Telegrafenmastenslalom, die Begegnung mit Pferden und Kühen, die sich unter einem bleiern-staubigen Himmel schicksalsergeben von Durst und Fliegen plagen lassen. Immer wieder ziehen Gewitterwolken auf, aber es bleibt trocken und heiß. In einer Talsenke mit einem ausgetrockneten See nebst Ferienhütten holt uns der  Platzregen ein. Die bleischwarzen Wolken hängen tief. 

Im Tal
Im Tal

Wind fegt über das Gelände und so wie die Hütten aussehen, auch durch deren Bretter und Dachpappen. Bestimmt an die zehn Hunde stromern herum und umkreisen die Busse. Sie wirken nicht freundlich. Und hungrig.
Einigen von uns tun die Kinder leid, die mit ihrer Mutter ( oder ist es die Oma? Das Leben hier scheint eintönig und hart genug, um vor der Zeit altern zu lassen) aus der Haupthütte herauskommen - das kleinste trägt sie auf dem Arm.

Erstaunt befingert und betrachtet es die Süßigkeitentüte, einige der anderen Kinder bringen ihre Beute vor den Hunden in Sicherheit. Gozo informiert uns derweil diskret, dass nicht ganz klar ist, ob die Hütten regendicht und vor allem! hundesicher sind. Selbst wenn die Hunde selbst uns nicht belästigen sollten, tun es ihre hinterlassenschaften sicher. Kuhfladen und Pferdeäpfel scheinen demgegenüber berechenbarer.  weiterlesen