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Der Schneekranich

Bewegten wir uns die meiste Zeit auf ca. 1500 bis 2000 m über N.N., werden wir dort an einem großen Salzsee Richtung chinesischer Grenze auf 500 Meter kommen. In den Autos ist es warm, auch dank des Gebläses und der Decken über den Knien. Der Regen hat nachgelassen und wir sichten Antilopen, Blaunachtigallen, zahlreiche Wasservögel.

Blaunachtigall
Blaunachtigall (Siberian Blue Robin) (Luscinia cyane)
Steppenadlaer
Steppenadler (Steppe Eagle)
(Aquila nipalensis)

Auf der Rücktour scheint uns die Landschaft einen zartgrünen Schimmer anzunehmen, der ins Blaulila und Smaragd changiert, je nach der Struktur der Hügel. Die eigentliche Sensation wartet dann direkt vor unserer Haustür: Ein Schneekranich.

Hat ihn der Sturm abgetrieben, ist er deswegen alleine auf diesem See gelandet, um sich auszuruhen. Er hält sich entfernt vom Ufer, weicht vorsichtig vor den Photografen zurück. Dieser Vertreter dieser seltenen Art
( insgesamt weltweit 3000 Vögel ) lockt unsere Gruppe noch am nächsten Morgen wieder früh hinunter an den Strand. Und sorgt für reichlich Diskussionsstoff.


Dann brechen wir auf zu neuen Ufern und neuen Horizonten. Die Bergketten erscheinen nach dem Sturm nahe herangerückt. An einer Felsengruppe, bietet sich uns der Weitblick über einen See von der Größe des Chiemsees oder vielleicht sogar des Bodensees. So genau können wir das nicht bestimmen, die Fläche, die jetzt trocken gefallen und von Salzkristallen weiß gefärbt ist, wirkt unendlich. Nur: Das Wasser fehlt und wird so nicht mehr zurückkehren. Dieser See ist tot.

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