Unglückshäher - Ringdrossel

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Portraits
Unglückshäher (Perisoreus infaustus); Siberian Jay; Kuukkeli

Unglückshäher - Siberian Jay – Perisoreus infaustus – Familie : Corvidae.
Ordnung, Sperlingsvögel, Unterordnung: Singvögel.

Aussehen und Vorkommen:


Der mit 26- 28 cm etwas kleinere Verwandte von Tannen -(Spotted nutcracke ) (Nucifraga caryocatactes) und Eichelhäher  (Eurasian jay ) (Garrulus glandarius) lebt als Standvögel in den Taigawäldern Mittelfinnlands und Lapplands, vor allem in Primärwäldern, wo Bartflechten an den Kiefern und Fichten und den alten Zirben Bäume Nest ( Gelege in der Regel ca. 4 Eier ) und Nahrungsverstecke vor neugierigen Blicken schützen.
Auch der Vogel selbst ist an diese Umgebung mit grauen Flechten und rotbraunen Stämmen durch seine vorwiegend graubraune Färbung der Flügeldecken und der Brust gut angepasst. Schwanzfedern, Bürzel und Flügelränder sind orange bis rostrot, der Kopf mit kleinem spitzen Schnabel und schwarzen Augen ist dunkelgrau.

Auch der Vogel selbst ist an diese Umgebung mit grauen Flechten und rotbraunen Stämmen durch seine vorwiegend graubraune Färbung der Flügeldecken und der Brust gut angepasst. Schwanzfedern, Bürzel und Flügelränder sind orange bis rostrot, der Kopf mit kleinem spitzen Schnabel und schwarzen Augen ist dunkelgrau.



Verwandtschaftsbeziehungen:

Der Schnabel ist eher klein und kurz, wie beim verwandten Meisenhäher (Grey jay) (Perisoreus canadensis), der in Kanada und Nordamerika, von der Hudson Bay bis Kalifornien verbreitet ist. Der Meisenhäher ist schwarz, grau und weiß gefärbt, mit höherem Weißgrauanteil an der Stirn und bis zum Schnabel.
Im Französischen online Dictionairy sind diese Häher miteinander genannt und heißen dort Mésangeai du Canada ~perisoreus canadensis  =  Meisenhäher und Mésangeai imitateur  ~perisoreus infaustus = siberian jay.

Ein weiterer Verwandter in dieser kleinen Untergruppe von Hähern ist der  dunkelgrau- schwarze Sichuan Häher (Sichuan Jay) (perisoreus internigrans), der als Inselart am äußersten Westrand des tibetischen Plateaus in China endemisch ist und dort durch das Schwinden seines Lebensraumes bedroht ist.

Der Name „perisoreus“ wurde dieser Untergruppe der Häher erstmals von Charles Lucien Bonaparte zugeschrieben. Abgeleitet ist dieser Name vermutlich vom griechischen „συσσωρεύ|ω“= ich häufe an. Die Vögel dieser Gruppe sammeln in ihrem borealen Lebensraum Insekten und was nicht direkt verzehrt wird, kleben sie mit Speichel in Rindenfurchen der Bäume und legen so Vorräte an.
Ihre Schnäbel und Speicheldrüsen sind dieser Aufgabe angepasst, die Schnäbel sind eher klein, spitz und breit, meisenartig eben, die sublingualen Speicheldrüsen sondern dickflüssigen Speichel ab, mit dem die Vögel die Nahrungsvorräte verkleben.
Mit ihrem weichen pelzartigen Gefieder sind sie an die nördlich borealen Zonen der Holarktis angepasst.

Die Behringstrasse – verbindend und trennend.

Eine noch aktuelle Theorie lautet, dass der Meisenhäher westlich der Behringstrasse blieb, als Neuwelthäher, wanderten die beiden anderen Perisoreus-Arten vor 1,5 Millionen Jahren über die damals verlandete und mit Wäldern bewachsene Behringstrasse nach Osten und bilden die Unter- Untergruppe der Altwelthäher also Unglückshäher und Sichuan Häher.

 


Verhalten:

Das Verhaltensspektrum des Jay  ist heimlich bis neugierig. Denn er entscheidet,  wann er sich sehen und - mit Glück fotografieren lässt.


Meist ist er schon da, betrachtet mit interessiertem Blick die Leute unter dem Baum, hüpft und turnt von Zweig zu Zweig, drückt sich dabei eng an den Stamm. Er checkt dabei  die Lage, stößt zuweilen kurze Rufe wie kii kii aus . Er ist nicht unbedingt menschenscheu. Aber wenn ers sich rar machen will verschwindet er dank seines an die Nadelwälder angepassten Federkleides grau bis Rotbraunn zwischen den Bäumen

An Lagerfeuern mit Aussicht auf Fleischreste und in der Nähe von Siedlungen in harten Wintern ist er häufiger anzutreffen. Südlich von Lappland galt sein Auftauchen als Hinweis auf einen harten Winter. Daher stammt vermutlich der Name Unglückshäher. In Lappland wird er hingegen positiv kukkeli genannt.

Heute ist es umgekehrt. Der Häher macht den beobachtenden und fotografierenden Menschen glücklich. Wenn er aber dann nach kurzem Dasitzen und Blick auf den mit dem Equipment und der nicht scharfstellenden Linse kämpfenden Menschen in Gleitflug zwischen den Baumstämmen entschwindet,  ist der Frust schon mal groß. 

Wie andere Rabenvögel ist er sozial orientiert, es gibt Vermutungen, dass ein Siberian Jay einordnen kann, mit welchen anderen Exemplaren seiner Art er direkt verwandt ist. Und es gibt Beobachtungen, dass er orientiert und planvoll handelt, siehe die Nahrungsverstecke und das Taxieren von menschlichen Nahrungslieferanten. Bei Gefahr verständigt er sich mit anderen Artgenossen zu einem Rufkonzert, um die potentielle Gefahrenquelle zu vertreiben bzw. auf Abstand zu halten. Forschungen rücken ihn und andere Vögel seiner Gattung im Verhalten und der Intelligenzleistung in die Nähe von Primaten.


https://www.vogelundnatur.de/vogelarten-unglueckshaeher/
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