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Abreise und Abschied vom Seggenrohrsänger - Nordost-Polen 2026

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 2026 Nordost-Polen 
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2026 Nordost-Polen
22. Mai 2026
Abreise und Abschied vom Seggenrohrsänger


Written by Lutz und Uta Schmechta

Wir packen zusammen und besuchen noch einmal den  Seggenrohrsänger und sehen noch einmal ein Rebhuhn.



- Reisebericht -
22.Mai 2026
Heute hieß es Abschied nehmen von Gugny mit den kleinformatigen und großformatigen Kunstwerken, Wir fuhren los und bogen auf die Hauptstraße ab. Dann, fast im gleichen Moment, kam von jedem von uns der Vorschlag: „Lass uns nochmal Ausschau halten  nach dem Seggenrohrsänger.“ Diesmal also nicht abends, wie vor drei Tagen, sondern zu zweit am Vormittag. Würden wir ihn hören? Würde er sich blicken lassen? Wir parkten unser Auto und wanderten den langen Steg entlang.
Gut eine Woche waren wir in Wäldern und Flußniederungen Nordostpolens unterwegs
Diesmal im Morgenlicht, der Laufsteg des Seggenrohrsängers
Der Steg lag direkt an unserer Wegstrecke. Und wer weiß, ob wir jemals wieder herkommen würden, wir hoffen natürlich, dass die Seggenrohrsänger immer wieder aus seinen Überwinterungsgebieten hierher zurückkehren.
Die Zarenstraße führt schnurgerade durch die Sümpfe der Biebrzaniederung
Der Kreuzung zur Hauptstraße, Diese Straße des ehemaligen Zarenwegs verläuft schnurgerade über Kilometer durch  die Naturschutzgebiete. Der Unterbau entstand bereits im 19.Jahrhundert und besteht aus Eichenbalken, Sand und Kies und Lehm, darauf kam seinerzeit Kopfsteinpflaster. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde die Straße asphaltiert.
Es zeigt, welchen Vier- und Zweibeinern man hier begegnen kann
Auf dieser „Zarenstraße“
fahre höchstens 50 km/h,
denn hier kannst du Folgendem begegnen:
  • Elchen und anderen Tieren
  • der POLIZEI mit Radargerät und Strafzettelblock
  • den Rangern / der Parkwacht des Biebrza-Nationalparks
  • der Straßenverkehrsinspektion (polnische Verkehrskontrollbehörde)
Stilisierte Elche  und ein Reh zeigen an, dass hier mit Wildwechsel zu rechnen ist
Łosiostrada! Zwolnij! - Elch-Überweg! Langsamer fahren!
Am Steg angekommen, liefen wir den knappen Kilometer bis zur Aussichtsplattform. Braunkehlchen und Wiesenpieper sangen auf den Halmen. Gerade das Braunkehlchen ist ja ein Indikator für weitgehend intakte Biotope.
Der Seggenrohrsänger ist variabel in Haltung und Gesang und turnt auch auf den Halmen hoch und runter.
Auf der Plattform durften wir nochmals den seltensten Singvogel Europas erleben:
Den Seggenrohrsänger (Acrocephalus paludicola) Aquatic Warbler
Braunkehlchen sind auf unberührte Wiesengebiete mit Singwarten und Insektenangebot angewiesen.
Braunkehlchen (Saxicola rubetra) Whinchat
Auch für den Wiesenpieper war das Gebiet geeignet.
Wiesenpieper (Anthus pratensis) Meadow Pipit
Auf dem Rückweg von der Plattform sahen wir noch einen Wiesenpieper.
Diese Sumpfmeise suchte nach Insekten unter der Baumrinde.
Sumpfmeise (Poecile palustris) Marsh Tit
Zurück am Parkplatz   entdeckten wir noch eine Sumpfmeise. Sie suchte an den Stämmen der angrenzenden Bäume Insekten, die sich in oder hinter der Rinde versteckten.
Auf dem Rückweg, wir hatten den Zarenweg längst verlassen überraschte und noch ein Rebhun am Straßenrand. Als wir brav hielten, konnte es auch sicher die Fahrbahn überqueren.
Rebhuhn (Perdix perdix) Grey Partridge
Auf dem Rückweg, wir hatten den Zarenweg längst verlassen überraschte und noch ein Rebhun am Straßenrand. Als wir brav hielten, konnte es auch sicher die Fahrbahn überqueren.
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