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Naturerlebnisse mit Wisent und Weißrückenspecht. - Nordost-Polen 2026

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 2026 Nordost-Polen 
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2026 Nordost-Polen
Mai 2026

Unterwegs in der Peripherie und vor der Haustür


Written by Lutz und Uta Schmechta

Vogelbeobachtung Weißrückenspecht, Singschwan, Wiedehopf
Ein Wisent


- Reisebericht -
16.Mai 2026
An diesem Morgen machten wir wieder unsere kleine Runde auf dem Sandweg. Auf einem angrenzenden Grundstück beherrschte dieser repräsentative Hahn die Szenerie und brauchte noch nicht mal zu krähen, um Eindruck zu machen.
Karte unserer Position auf dem ersten Teil unserer Reise
Auf dem Grundstück nebenan residierte dieser Hahn und weckte morgens die Nachbarschaft- wir waren manchmal vor ihm wach. Es gab ja noch andere Vögel…
Gleich nach dem umfangreichen Frühstück starteten wir zu neuen Erkundungen, ohne zu wissen, welche Ziele wir heute ansteuern würden und welche Überraschungen wohl auf uns warten würden.
Die erste Überraschung war der schön ausgefärbte Bluthänflingmann auf der Spitze einer Fichte auf dem Grundstück nebenan, gerade als wir ins Auto steigen wollten. Als wir dann loskamen und irgendwo vor Hajnówka einen Wald durchquerten, sahen wir linkerhand unweit vom Straßenrand einen weidenden Wisentbullen.
Dieser Bluthänfling war voll ausgefärbt im Brutkleid
Bluthänfling (Linaria cannabina) Common Linnet
Auf dem Grundstück neben unserer Pension schwirrten Bluthänflinge umher.
Wisente sind mittlerweile wieder häufiger in Nordostpolen. Sie sind wichtige Weidetiere und Landschaftsgestalter.
Wisent (Bison bonasus) European Bison
Auf halber Strecke zum Urwald hielten wir. Neben der Straße im Wald stand ein Wisent und fraß gemütlich an einem Baum etwas Rinde.
Der Wisent stand in dem Wäldchen an der Straße und wir beobachteten mit gebührendem Abstand
Kurzer Halt am Straßenrand.
Hier ist noch der Brachpieper heimisch.
Im Anschluss fuhren wir an den Waldrand zu einigen kleinen Feldern nach alter Bewirtschaftungsform. Dh.. es waren auch einige Brachflächen vorhanden. Dort konnten wir die an solchen Standorten möglichen Vogelarten entdecken. Wie Heidelerche, Braunkehlchen und Brachpieper.
Doch leider ist es so, dass auch in diesen abgelegenen Gegenden Ostpolens immer weniger derartiger Felder zu finden sind, die -  extensiv bewirtschaftet - auch als Biotop funktionieren können.
Ihr wissentschaftlicher Name beschreibt lautmalerisch ihren Gesang, der vom Svenson Vogelführer als „weich flötendes Jodeln“ beschrieben wird.
Heidelerche (Lullula arborea) Woodlark
Hier wird noch naturnah bewirtschaftet.
Offenland mit niedrigem Bewuchs, Rundumsicht und genug Insekten ist wichtig für das Braunkehlchen.
Braunkehlchen (Saxicola rubetra) Whinchat
Der Brachpieper benötigt offenes Gelände und sandigen Untergrund, er ist von anderen Piepern durch den dunklen Zügelstreif zu unterscheiden.
Brachpieper (Anthus campestris) Tawny Pipit
Er zog Würmer aus dem Boden direkt am Straßenrand.
Wiedehopf (Upupa epops) Hoopoe
Als wir über eine Brücke fuhren entdeckten wir vom Auto aus den Wiedehopf, der hier am Straßenrand eifrig nach Futter suchte. Normalerweise stochert er mit seinem langen Schnabel tief in den Boden um irgendwelche Puppen und Larven herauszuziehen. Was er hier am Straßenrand suchte wissen wir nicht.
Der Weißrückenspecht ist etwas größer als der Buntspecht und hat sein Verbreitungsgebiet in Osteuropa.
Das Vorkommen von Singschwänen in dieser Gegend hat uns  etwas überrascht.
Singschwan (Cygnus cygnus) Whooper Swan
Wir gingen zurück zur Brücke. Die Brücke überspannte einen Flusslauf, oder totes Gewässer. Über uns drehte ein Seeadler seine Kreise und in einiger Entfernung stand ein Singschwan herum.
Ein Graureiher bei der Jagd.
Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) White-backed Woodpecker
Bei einer Wanderung durch einen kleinen Forst gingen wir dem Ruf eines Spechtes nach. An einem kahlen Baum saß ein Weißrückenspecht.
Graureiher (Ardea cinerea) Grey Heron
Auch hier an dem einst angestauten See ist der Graureiher zu finden.
Auch der Neuntöter hat hier sein Brutrevier.
Neuntöter (Lanius collurio) Red-backed Shrike
Weitab von den großen Straßen besuchten wir eine große Wiese, die weitgehend Naturbelassen wird. Wir hörten mitten am Tag den Wachtelkönig und in einiger Entfernung saß ein Rotrückenwürger auf seinem Aussichtspunkt um auf etwas Freßbares zu lauern.
Diese kleine Brücke über die Nerewka ist für Fußgänger ausgelegt und wird durch Platten stabilisiert.
Nach dem Mittagessen zogen wir noch einmal in die Umgebung los. Und überquerten erst einmal eine historische Brücke.
Bildcollage:<br />Bienenfresser (Merops apiaster) European Bee-eater<br />Raubwürger (Lanius excubitor) Great Grey Shrike<br />Kranich (Grus grus) Common Crane<br />
Bienenfresser (Merops apiaster) European Bee-eater
Raubwürger (Lanius excubitor) Great Grey Shrike
Kranich (Grus grus) Common Crane

In einer aufgelassenen Tongrube hat sich Wasser und Schilf angesammelt. Hier brüten Drosselrohrsänger und Sumpfrohrsänger.
Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus) Great Reed Warbler
Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris) Marsh Warbler
An einer alten Tongrube sangen im Schilf einige Rohrsänger.
Diese Stare hatten den Hochspannungsmasten gewählt, offenbar um gemeinsam geschützt die Nacht zu verbringen.
Star (Sturnus vulgaris) Starling
Bei einer abschließenden Abendexkursion sahen wir viele Stare an ihrem Übernachtungsstrommasten.
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